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OnlyFans-Agentur in der Schweiz: Worauf du hier achten musst

Eine OnlyFans-Agentur macht in der Schweiz dieselbe Arbeit wie überall: Chat, Marketing, Preise, Reporting. Drumherum ist einiges anders: Art. 197 StGB, die AHV- und Mehrwertsteuerfrage, die Angaben nach UWG, die Auszahlung in Dollar auf ein Franken-Konto und die Sprache im Posteingang, Mundart eingeschlossen. Hier steht, was davon für dich zählt, und welche sieben Fragen du jeder Agentur stellen solltest.

Geschrieben von Jonathan F. Veröffentlicht Redaktionsrichtlinie

Arbeitssprache
OnModelStudios arbeitet auf Deutsch: deutschsprachige Chatter für deutschsprachige Fans, Reports und Gespräche auf Deutsch, Creatorinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden betreut. Kündigung jederzeit, das Management endet innerhalb von 48 Stunden.
Creatorinnen aus der Schweiz
Ja, werden aktuell betreut. Auszahlung in Franken oder Euro.
Auszahlung
Von der Plattform direkt auf dein eigenes Konto, in CHF oder EUR, je nach Konto. Die Agentur stellt ihre Provision danach in Rechnung; Geld läuft nie über uns.
Provision
25 % bis 55 % deiner Einnahmen nach Plattformgebühr, ein Satz, schriftlich vor dem Start. Keine Vorabkosten. Details auf /de/fakten.
Vertrag
Mustervertrag vor dem ersten Gespräch anforderbar (Button unten auf jeder Seite). Keine Mindestlaufzeit, Ende innerhalb von 48 Stunden nach Kündigung, keine Ausstiegsgebühr.
Wer wir sind
OnModelStudios, ON INTERNATIONAL BUSINESS LLC, registriert in Florida (Dokumentnummer L22000521896), Team zu großen Teilen in Europa, Büro in Warschau. Impressum · Was sich überprüfen lässt.

Kurz vorweg, damit du weißt, wer hier schreibt: Diese Seite kommt von einer Agentur. Sie ist trotzdem so gebaut, dass sie auch gegen uns funktioniert. Die Fragen unten sind dieselben, die du uns stellen solltest.

Und noch eins: Das hier ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Wo es um Gesetze geht, nennen wir die Vorschrift, damit du selbst nachlesen kannst, und sagen dir, wann du jemanden fragen solltest, der dafür zugelassen ist.

In diesem Artikel
  1. Ist OnlyFans in der Schweiz erlaubt?
  2. Steuern, AHV, Mehrwertsteuer und Auszahlung in Franken
  3. Impressum, UWG und Anonymität
  4. Chat auf Deutsch, Mundart und die anderen Landessprachen
  5. Schweizer oder internationale Agentur?
  6. Sieben Fragen an jede Agentur in der Schweiz
  7. Wie viel verdient man auf OnlyFans in der Schweiz?
  8. Häufige Fragen

Ist OnlyFans in der Schweiz erlaubt?

Ja. Als volljährige Creatorin darfst du in der Schweiz auf OnlyFans arbeiten. Die Grenze zieht Art. 197 des Strafgesetzbuchs: Wer pornografische Inhalte einer Person unter 16 Jahren anbietet, zeigt, überlässt oder zugänglich macht, macht sich strafbar (Abs. 1). Wer solche Inhalte öffentlich ausstellt oder jemandem unaufgefordert anbietet, ebenfalls (Abs. 2).

Für deinen Alltag heißt das: Explizite Inhalte gehören hinter die Bezahlschranke der Plattform mit Altersprüfung, nicht auf frei zugängliche Profile, eigene Websites oder offene Telegram-Kanäle. Was auf Instagram, TikTok, X oder Reddit erlaubt ist, regeln zusätzlich die Richtlinien der Plattformen. Im Einzelfall fragst du eine Anwältin oder einen Anwalt, nicht uns.

Steuern, AHV, Mehrwertsteuer und Auszahlung in Franken

Einnahmen aus OnlyFans sind in der Schweiz steuerbares Einkommen, bei Bund, Kanton und Gemeinde. Wer das selbstständig betreibt, meldet sich in der Regel bei der Ausgleichskasse für die AHV an. Mehrwertsteuerpflichtig wird, wer mindestens 100 000 Franken Umsatz aus nicht von der Steuer ausgenommenen Leistungen im In- und Ausland erzielt, so die Eidgenössische Steuerverwaltung. Wir sind keine Steuerberatung; die Details hängen an deinem Kanton und deiner Situation. Such dir dafür jemanden, der Creatorinnen schon betreut hat.

Was du dabei von einer Agentur brauchst, ist schlicht: Die Auszahlungen gehen von der Plattform direkt auf dein Konto, die Agentur stellt dir ihre Provision danach in Rechnung, und du bekommst Reports, die so aufgeschlüsselt sind, dass deine Treuhänderin oder dein Treuhänder damit arbeiten kann.

OnlyFans rechnet in US-Dollar ab. Auf einem Franken- oder Euro-Konto rechnet deine Bank um und kann dafür eine Gebühr abziehen, sodass etwas weniger ankommt, als abgeschickt wurde. Wie Auszahlungen ablaufen, steht in unserem Auszahlungs-Guide (Englisch).

Impressum, UWG und Anonymität

Eine allgemeine Impressumspflicht wie in Deutschland gibt es in der Schweiz nicht. Wer aber Waren oder Leistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbietet, muss nach Art. 3 Abs. 1 Bst. s UWG klare und vollständige Angaben über seine Identität und seine Kontaktadresse einschliesslich E-Mail machen. Ob und wie das deinen Promo-Account oder eine eigene Website betrifft, ist eine Rechtsfrage.

Für Creatorinnen, die unter Pseudonym oder ohne Gesicht arbeiten, ist das der heikelste Punkt im Setup: Was muss wo stehen, ohne dass deine Privatadresse öffentlich wird? Das klärst du mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Wir sind keine Rechtsberatung.

Von einer Agentur darfst du dabei eines erwarten: Dein echter Name taucht nirgends auf, wo Fans ihn sehen können. Frag nach, wer intern deinen Klarnamen kennt und wofür. Mehr dazu im Artikel über Geoblocking und Privatsphäre.

Chat auf Deutsch, Mundart und die anderen Landessprachen

Viele Schweizer Fans schreiben im Chat Mundart. Ein Chatter, der das nicht lesen kann, fällt sofort auf, und einer, der mit Übersetzungssoftware antwortet, noch schneller. Frag jede Agentur, wer konkret in deinem Posteingang sitzt, in welcher Sprache geantwortet wird und ob der Chat deinem Stil folgt.

OnModelStudios arbeitet auf Deutsch: deutschsprachige Chatter für deutschsprachige Fans, Reports und Gespräche auf Deutsch, Creatorinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden betreut. Kündigung jederzeit, das Management endet innerhalb von 48 Stunden. Wie du selbst schreibst, Hochdeutsch oder Mundart, steht im Stil- und Grenzen-Blatt, das du freigibst, bevor die erste Nachricht rausgeht, und daran hält sich der Chat. Für Fans aus der Romandie und dem Tessin antworten wir auf Englisch oder Deutsch; Französisch und Italienisch bieten wir nicht an.

Schweizer oder internationale Agentur?

Ob eine Agentur ihren Sitz in der Schweiz hat, sagt weniger über sie aus, als man denkt. Die Punkte, die dich wirklich schützen, sind dieselben: Du behältst Login und Eigentum am Account, die Auszahlungen fließen zu dir, die Provision steht schwarz auf weiß fest, das Reporting ist nachprüfbar, und der Ausstieg ist kurz und sauber. Eine Agentur mit Zürcher Adresse kann an all dem scheitern, eine internationale kann alles davon erfüllen.

Wo der Sitz doch zählt, ist der Vertrag. Viele Agenturen arbeiten mit englischen Verträgen und ausländischem Gerichtsstand. Unterschreib nichts, was du nicht vollständig verstehst, und lass dir die wichtigen Punkte im Zweifel prüfen. Worauf es im Vertrag ankommt, steht im Ratgeber zum Agentur-Vertrag.

Zur Einordnung: OnModelStudios ist keine Schweizer Firma. Das Unternehmen ist in Florida registriert (siehe Impressum), ein großer Teil unseres Teams sitzt in Europa, und die Zusammenarbeit läuft auf Deutsch oder Englisch, wie du willst. Creatorinnen aus der Schweiz betreuen wir heute schon.

Sieben Fragen an jede Agentur in der Schweiz

Stell sie jeder Agentur, mit der du sprichst, uns eingeschlossen, und lass dir die Antworten schriftlich geben:

  1. Wer sitzt in meinem Posteingang, und schreiben meine deutschsprachigen Fans mit jemandem, der Deutsch spricht?
  2. Gehen die Auszahlungen direkt auf mein Konto, und wie stellt ihr eure Provision in Rechnung?
  3. Berechnet ihr die Provision vom Netto oder vom Brutto? (Warum das einen großen Unterschied macht)
  4. In welcher Sprache ist der Vertrag, welcher Gerichtsstand gilt, und wie lang ist die Kündigungsfrist?
  5. Wer kennt meinen echten Namen, und taucht er irgendwo auf, wo Fans ihn sehen können?
  6. Welche Reports bekomme ich, und kann meine Steuerberatung damit arbeiten?
  7. Was passiert mit Zugängen, Content und Fan-Notizen, wenn ich gehe? (So läuft ein sauberer Ausstieg)

Wenn eine Agentur bei einer dieser Fragen ausweicht, ist das eine Antwort. Die vollständige Liste der Warnsignale steht in 30 Red Flags nach Phase, die Prüfung Schritt für Schritt auf Agentur prüfen. Den Vertrag, den wir unterschreiben, kannst du vor dem ersten Gespräch anfordern: Button „Mustervertrag anfordern“ unten auf jeder Seite.

Wie viel verdient man auf OnlyFans in der Schweiz?

Offizielle Zahlen dazu, was Creatorinnen in der Schweiz im Schnitt verdienen, gibt es nicht. Was du verdienst, hängt an deinem Publikum, deinen Preisen und deinem Posteingang, nicht an deinem Wohnort, und deine Fans sitzen ohnehin nicht nur in der Schweiz. Wie die Einnahmen auf der Plattform insgesamt verteilt sind, zeigt unsere Seite mit OnlyFans-Statistiken. Ob sich eine Agentur bei deinem Umsatz rechnet, rechnest du im Provisions-Rechner nach.

Häufige Fragen

Ja. Als volljährige Creatorin darfst du in der Schweiz auf OnlyFans arbeiten. Art. 197 StGB verbietet, pornografische Inhalte Personen unter 16 zugänglich zu machen, sie öffentlich auszustellen oder unaufgefordert anzubieten. Explizite Inhalte gehören deshalb hinter die Bezahlschranke mit Altersprüfung, nicht auf offene Kanäle.

Quellen: Art. 197 StGB (Pornografie), Art. 3 Abs. 1 Bst. s UWG, ESTV: MWST-Steuerpflicht (Umsatzgrenze 100 000 Franken), abgerufen am 16. Oktober 2026.

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