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Was kostet OnlyFans? Abo, PPV, Gebühren und was am Ende bei der Creatorin ankommt

Was kostet OnlyFans? Für Fans: Abo, PPV und Trinkgeld in US-Dollar. Für Creatorinnen: 20 % Plattformanteil, Auszahlung ab $20, Agentur, Steuern.

Geschrieben von Jonathan F. Veröffentlicht Redaktionsrichtlinie

Wenn du als Fan fragst: Die Anmeldung bei OnlyFans ist kostenlos. Geld kostet erst das Abo einer Creatorin, und den Preis dafür legt sie selbst fest, innerhalb einer Spanne, die OnlyFans vorgibt. Dazu kommen gesperrte Inhalte, die du einzeln freischaltest (PPV, Pay-per-View), und Trinkgeld. Abgerechnet wird alles in US-Dollar, und je nach Land schlägt OnlyFans noch die Umsatzsteuer auf den Preis.

Wenn du als Creatorin fragst, was dich OnlyFans kostet: Auch für dich ist die Anmeldung kostenlos. OnlyFans behält 20 % von jedem Dollar, den Fans bei dir ausgeben, egal ob Abo, PPV oder Trinkgeld. Die anderen 80 % landen auf deinem Guthaben, liegen dort sieben Tage als „pending“ und können ab $20 ausgezahlt werden. Was darüber hinaus Geld kostet, von der Bank bis zur Agentur, rechnen wir unten durch.

In diesem Artikel
  1. Was Fans zahlen
  2. Was Creatorinnen zahlen: 20 % auf alles
  3. Auszahlung: Pending, Mindestbetrag, Bank
  4. Steuern: eine eigene Rechnung
  5. Laufende Kosten im Alltag
  6. Was eine Agentur kostet
  7. Rückbuchungen: wer das Risiko trägt
  8. Allein oder mit Team
  9. Fragen von Creatorinnen

Was Fans zahlen

Ein Fan braucht ein Konto und eine Zahlungsmethode, mehr nicht. Kosten entstehen an drei Stellen:

  • Abo. Der Monatspreis für den Zugang zur Seite einer Creatorin. OnlyFans gibt einen Mindest- und einen Höchstpreis vor, die Creatorin wählt innerhalb dieser Spanne; die aktuellen Grenzen stehen in den Preiseinstellungen des Accounts. Manche Seiten sind kostenlos und verdienen nur über PPV und Trinkgeld.
  • PPV. Gesperrte Posts im Feed oder gesperrte Nachrichten in den DMs. Der Fan sieht den Preis, zahlt und bekommt den Inhalt. Was eine Creatorin dafür verlangt, entscheidet sie selbst. Wie das funktioniert, steht in Was bedeutet PPV auf OnlyFans?.
  • Trinkgeld. Freiwillig, auf Posts, in Nachrichten oder bei Wunschvideos (Custom-Content). Auch hier gibt OnlyFans eine Obergrenze pro Trinkgeld vor, die im Account angezeigt wird.

Dazu kommen zwei Dinge, die Fans oft überraschen. Erstens die Währung. In den Nutzungsbedingungen von OnlyFans steht, dass alle Preise in US-Dollar angezeigt und abgerechnet werden und dass Zahlungsanbieter Gebühren für die Währungsumrechnung erheben können. Ein Abo für $9,99 kostet also in Euro oder Franken je nach Wechselkurs und Bank etwas mehr als der Kurs allein hergibt. Zweitens die Umsatzsteuer. Wo sie fällig wird, kommt sie auf den angezeigten Preis obendrauf und wird vom Fan getragen. Die Creatorin bekommt davon nichts und zahlt davon nichts.

Rabatte und Bundles gibt es auch: Creatorinnen können Abos für mehrere Monate günstiger anbieten oder zeitlich begrenzte Aktionen laufen lassen. Wie hoch der Nachlass ist, bestimmt die Creatorin. Mehr zur Preissetzung aus Creatorinnen-Sicht steht in OnlyFans-Preise: Was du für Abo und PPV verlangen solltest.

Was Creatorinnen zahlen: 20 % auf alles

Für Creatorinnen gibt es genau eine Gebühr. OnlyFans behält 20 % von jeder Fan-Zahlung, und die Nutzungsbedingungen formulieren das direkt: Die Gebühr wird „als 20 % der gesamten Fan-Zahlung berechnet und von jeder Fan-Zahlung abgezogen“ (übersetzt). Keine Anmeldegebühr, keine Monatspauschale, kein Aufpreis für Funktionen. Der Satz ist für Abos, PPV und Trinkgeld derselbe.

Das Rechenbeispiel von unserer Seite Wie viel nimmt OnlyFans?: Fans geben in einem Monat $1.000 bei dir aus. OnlyFans behält $200, auf deinem Guthaben landen $800. Ob die $1.000 aus Abos, PPV oder Trinkgeld kommen, ändert an der Aufteilung nichts. Es ändert nur, wie viel Umsatz überhaupt da ist, und das ist der Teil, an dem du arbeiten kannst.

Für die 20 % übernimmt OnlyFans die Zahlungsabwicklung über einen externen Zahlungsdienstleister, die Verifizierung der Fans, Hosting und Auszahlung. Wer das mit einer eigenen Website nachbauen will, zahlt dafür an anderer Stelle. Das ist kein Argument für die Gebühr, nur eine Einordnung.

Auszahlung: Pending, Mindestbetrag, Bank

Deine 80 % liegen nach jeder Zahlung zunächst sieben Tage im „pending“-Guthaben. Danach wandern sie ins aktuelle Guthaben und können ausgezahlt werden, sobald mindestens $20 zusammen sind. Je nach Einstellung geht die Auszahlung automatisch wöchentlich oder monatlich raus, oder du löst sie selbst aus.

Welche Auszahlungswege du wählen kannst, hängt von deinem Land ab. Üblich sind Banküberweisung, internationale Überweisung oder E-Wallets. Was für deinen Account gilt, siehst du in den Auszahlungseinstellungen; wir nennen hier bewusst keine Liste, weil sich das Angebot pro Land unterscheidet und ändert.

Für Creatorinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt ein Posten dazu, den englische Ratgeber auslassen: die Umrechnung. OnlyFans zahlt in US-Dollar aus. Dein Konto führt Euro oder Franken. Zwischen beidem liegen der Wechselkurs deiner Bank und eventuelle Gebühren für den Eingang einer Auslandsüberweisung. OnlyFans übernimmt diese Kosten laut Nutzungsbedingungen nicht. Wie viel das ausmacht, hängt von deiner Bank ab, und es lohnt sich, vor dem ersten Auszahlungstag einmal nachzufragen. Ein Konto mit guten Konditionen für Dollar-Eingänge spart dir jeden Monat Geld, ohne dass du irgendetwas an deinem Account änderst.

Was nicht passiert: OnlyFans behält keine Steuer ein. Eine Auszahlung sind die vollen 80 %, brutto aus Sicht des Finanzamts.

Steuern: eine eigene Rechnung

Deine OnlyFans-Einnahmen sind Einkommen und müssen versteuert werden, in Deutschland, Österreich und der Schweiz genauso wie überall sonst. Dazu kann je nach Land und Umsatz die Umsatzsteuer kommen. Wie das für dich im Detail aussieht, hängt von deinem Wohnsitz, deiner Rechtsform und deinem Gesamtumsatz ab, und das können wir hier nicht seriös beantworten.

Deshalb nur ein Rat: Leg von jeder Auszahlung einen Teil zurück und sprich früh mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater, am besten mit jemandem, der Creator-Einkommen schon kennt. Das kostet Geld, ist aber billiger als eine Nachzahlung, auf die niemand vorbereitet war.

Laufende Kosten im Alltag

Die 20 % sind die einzige Gebühr, die OnlyFans dir berechnet. Der Rest deiner Kosten entsteht außerhalb der Plattform, und er ist von Creatorin zu Creatorin sehr verschieden. Preise nennen wir hier keine, weil jede Angabe für die eine zu hoch und für die nächste zu niedrig wäre. Die Posten sind aber bei fast allen dieselben:

  • Content-Produktion. Kamera oder Smartphone, Licht, Outfits, gelegentlich ein Studio oder eine Fotografin. Viele starten mit dem, was sie haben, und investieren erst, wenn der Umsatz es trägt.
  • Tools. Planungs- und Schnitt-Apps, Cloud-Speicher für den Content-Vorrat, eventuell ein Leak-Schutz-Dienst. Manches ist kostenlos, manches im Abo.
  • Promotion. Reichweite auf Instagram, TikTok, X oder Reddit kostet erst einmal nichts außer Zeit. Bezahlte Promo, etwa Shoutouts, kostet Geld und lohnt sich nur, wenn du misst, was zurückkommt.
  • Zeit. Der größte Posten, und der, den die wenigsten einrechnen. Content planen, drehen, posten, Nachrichten beantworten, Fans halten. Wer das allein macht, arbeitet schnell mehr Stunden als in einem Vollzeitjob, und jede dieser Stunden hat einen Wert.

Wenn du die Frage „Was kostet mich OnlyFans?“ ehrlich beantworten willst, rechne diese vier Posten mit, nicht nur die 20 %.

Was eine Agentur kostet

Viele Creatorinnen holen sich irgendwann Hilfe, meist für den Chat. Eine Agentur kostet keinen festen Betrag, sondern einen Anteil am Umsatz, und zwar am Netto, also an dem, was nach den 20 % von OnlyFans übrig bleibt. Bei uns liegt dieser Anteil zwischen 25 % und 55 % des Nettoumsatzes, je nach Leistungsumfang. Für „Nur Chat“, also wenn wir nur deine Nachrichten übernehmen, sind es 25 bis 30 % auf die Einnahmen aus Nachrichten und Trinkgeld. Vorabkosten gibt es nicht, eine Mindestlaufzeit auch nicht. Alle Bedingungen stehen öffentlich auf unserer Fakten-Seite.

Die Rechnung mit dem Beispielmonat von oben: Fans geben $1.000 aus, OnlyFans behält $200, dein Netto sind $800. Eine Agentur mit 25 % nimmt davon $200, dir bleiben $600. Eine Agentur mit 55 % nimmt $440, dir bleiben $360. Dazwischen liegt alles, was der Leistungsumfang hergibt, und genau deshalb lohnt sich eine Agentur nur, wenn sie deutlich mehr Umsatz bringt, als sie kostet. Unser Provisions-Rechner rechnet dir das für deine eigenen Zahlen durch, Plattformanteil inklusive. Welche Spannen in der Branche üblich sind und worauf sich „netto“ im Vertrag beziehen sollte, steht in Was kostet eine OnlyFans-Agentur wirklich?.

Eine Warnung gehört an diese Stelle. Seriöse Agenturen verdienen erst, wenn du verdienst. Verlangt jemand eine Einrichtungsgebühr, ein „Starterpaket“ oder eine Monatspauschale, bevor ein einziger Dollar Umsatz da ist, lass es. Weitere Warnsignale haben wir in OnlyFans-Agentur Red Flags gesammelt.

Rückbuchungen: wer das Risiko trägt

Ein Punkt, der in keiner Preisliste steht: Wenn ein Fan eine Zahlung über seine Bank zurückbuchen lässt, trägst du den Ausfall. Laut den Nutzungsbedingungen darf OnlyFans in diesem Fall einen Betrag in Höhe deines Creator-Anteils von deinem Guthaben abziehen. Eine zusätzliche Strafgebühr dafür haben wir in den Bedingungen nicht gefunden; es wird dein 80-Prozent-Anteil der betroffenen Zahlung rückgängig gemacht. Fans, die Rückbuchungen in böser Absicht nutzen, riskieren laut denselben Bedingungen ihren Account. Trotzdem gilt: Umsatz ist erst sicher, wenn er ausgezahlt ist. Das ist einer der Gründe, warum die sieben Tage Wartezeit existieren.

Allein oder mit Team

Die 20 % kannst du nicht verhandeln. Alles andere schon: wie viel Umsatz überhaupt entsteht, wie viel Zeit du dafür brauchst und ob du den Chat selbst besetzt. Wenn du wissen willst, was wir an deinem Account anders machen würden, dauert die Bewerbung für Full Management eine Minute, und ein Manager meldet sich innerhalb von 4 Stunden. Jetzt bewerben

Fragen von Creatorinnen

Ja, die Anmeldung ist für Fans und Creatorinnen kostenlos. Fans zahlen erst, wenn sie ein Abo abschließen, PPV freischalten oder Trinkgeld geben. Creatorinnen zahlen keine Gebühr im Voraus; OnlyFans behält stattdessen 20 % von jeder Fan-Zahlung.

Quellen: onlyfans.com, onmodelstudios.com, onmodelstudios.com, onmodelstudios.com, abgerufen am 26. Oktober 2026.

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